
Am 10.6.2026 hatten wir, die Klasse 8d, das große Glück, den Aschendorff Verlag an der Hansalinie im Rahmen des Zeitungsprojekts „Klasse!“ von innen zu sehen.
Jedem/-r fiel schon von außen das riesige Gebäude auf. Daraus ließ sich schließen, dass wir es mit einem hochmodernen und vor allem wichtigen Verlag in Münster und Umgebung zu tun hatten.
Zuerst durften wir uns in einem großen Raum niederlassen. Dort haben wir erklärt bekommen, für welche Orte der Verlag Zeitungen druckt und vor allem, was beim Drucken passiert. Alles andere als langweilig, denn das Druckverfahren ist an sich schon ein hochkomplexes Verfahren. Anschließend bekamen wir in zwei Kleingruppen eine Führung durch den Verlag. Der erste Stopp war ein kleines Museum, das veranschaulicht, wie sich Zeitungen und natürlich auch der Druck im Laufe der Zeit verändert haben. Zunächst durften wir dann von oben einen Blick in einen großen Raum werfen. Dort arbeiteten fleißig viele Redakteur*innen. Dennoch war nicht jeder Platz belegt – aber wie wir auch bereits vorher im Unterricht gelernt hatten, sind viele Redakteur*innen tagsüber außerhalb, um sich einen Überblick über die Lage vor Ort zu verschaffen.
Und dann durften wir endlich in die Druckerei! Zuerst in einen Raum, in dem die Aluminiumplatten für den eigentlichen Druckvorgang gefertigt werden. Denn es gibt für jede Seite vier Platten. Je eine Platte für eine der vier unterschiedlichen Farben: Schwarz, Blau, Gelb und Magenta. Zusammen geben die Farben dann die fertige und bunte Zeitungsseite.
Dann ging es in eine der drei Etagen, über die sich der gigantische Drucker erstreckt. Man konnte nicht viel erkennen, aber was man sehen konnte, war schon beeindruckend genug. Anschließend durften wir die riesigen Papierrollen von je einer Tonne Gewicht sehen, von denen man täglich 36-40 Stück braucht. Mit der hier täglich verbrauchten Strecke an Papier, kann man von Münster aus bis nach München rollen. Wer wollte, durfte auch eine fast leere Rolle mitnehmen. Fast leer hieß in diesem Falle aber nicht: „reicht noch für eine Postkarte“, sondern eher „reicht noch für Schulhefte bis zum Abitur“. Zuletzt ging es dann zur „Zeitungsachterbahn“. In dieser großen Halle geht es hauptsächlich um das Falten, aber auch um das Hinzufügen der Werbung und das Stapeln. Zwischen den einzelnen Stationen hängen die Zeitungen in einer unendlich langen Kette, die sich quer durch die Halle erstreckt, und trocknen.
Nach diesem Tag waren wir alle beeindruckt und können uns nun besser vorstellen, dass es sich eben nicht um das „Käseblatt“ handelt, sondern um eine Zeitung mit einem langen Weg hinter sich.
Ein ganz großes Dankeschön geht an Lucia Hestert und Bennet Packheiser, die uns mit Freude durch den Verlag geführt haben, und an alle, die das Klasse!-Projekt möglich machen. (Klara, 8d)
