
Am 17. und 18. Juni 2026 nahmen alle vier Klassen der Jahrgangsstufe 10 an einer Ausbildung im Bereich Erste Hilfe und Katastrophenvorsorge teil, dem Modul 3 des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Ziel der Ausbildung war es, die Schülerinnen und Schüler auf außergewöhnliche Gefahrenlagen vorzubereiten und ihnen wichtige Kenntnisse für den Umgang mit Notfällen im Alltag sowie in Katastrophensituationen zu vermitteln. Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über aktuelle Katastrophenereignisse weltweit und in Deutschland. Dabei wurden auch die Zuständigkeiten verschiedener Hilfs- und Rettungsorganisationen im Alltag und im Katastrophenfall erläutert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der persönlichen Vorsorge. Die Schülerinnen und Schüler lernten, welche Vorbereitungen jeder Haushalt für mögliche Krisensituationen treffen sollte und wie man sich im Katastrophenfall richtig verhält. Dabei wurden verschiedene Gefahrenlagen betrachtet, darunter Unwetter, Brände, Hochwasser, Erdbeben, Gefahrstoffe aus den Bereichen Chemie, Biologie, Radiologie und Nukleartechnik (CBRN) sowie Pandemien.
Im Bereich der Ersten Hilfe wurde das grundlegende Handlungsschema „Erkennen – Beurteilen – Handeln“ vermittelt. Aufbauend darauf beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Versorgung von Wunden und Verletzungen, Maßnahmen zur Blutstillung sowie dem Erkennen und Behandeln eines Volumenmangelschocks. Auch die richtige Schocklagerung und die seelische Betreuung von betroffenen Personen wurden thematisiert.
Besonders wertvoll waren die praktischen Übungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Methoden der Wundversorgung erprobten und die stabile Seitenlage trainierten. Durch das eigenständige Üben konnten die theoretischen Inhalte gefestigt und wichtige Handlungssicherheit für Notfallsituationen gewonnen werden.
Die Ausbildung vermittelte den Jugendlichen nicht nur grundlegende Kenntnisse der Ersten Hilfe, sondern stärkte auch ihre Fähigkeit, in Krisen- und Notfallsituationen besonnen und verantwortungsbewusst zu handeln. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Selbstschutz, Hilfsbereitschaft und gesellschaftlicher Verantwortung.
Ein besonderer Dank gilt dem Malteser Hilfsdienst e. V., der die Ausbildung der Schülerinnen und Schüler kompetent und engagiert mit praxisnahen Inhalten und anschaulichen Übungen durchgeführt hat.
Ebenso geht ein herzlicher Dank an den Förderverein: Durch die finanzielle Unterstützung konnten alle Schülerinnen und Schüler ein sogenanntes „RettEi“ erhalten. Dieses enthält ein Notfallbeatmungstuch, Einweghandschuhe sowie ein kompaktes Erste-Hilfe-Schema und ermöglicht es den Jugendlichen, wichtige Hilfsmittel für den Notfall stets griffbereit zu haben.
Die Ausbildung ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen: Mitte Juli werden knapp 90 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 an einem freiwilligen Ergänzungsmodul teilnehmen. Mit diesem zusätzlichen Ausbildungstag vervollständigen sie ihre Schulung zu einem vollständigen Erste-Hilfe-Kurs.
